Vibrationstraining – Ein wackeliger Sporttrend im Test

Vibrationstraining – Ein wackeliger Sporttrend im Test

Wer beim Lesen des Wortes “Vibrationstraining” auch nur ein dickes Fragezeichen vor dem Kopf hat, der ist hier genau richtig. Ich habe mich mit dieser Art des Trainings intensiv auseinandergesetzt, um euch heute etwas über die aktuelle Trendsportart zu berichten.

Das Vibrationstraining ist nämlich um einiges vielfältiger, als man es zuerst annehmen würde. Was genau man darunter versteht, was es bringt und noch viel mehr zum Thema Training mit Vibration findet ihr hier!

Was ist Vibrationstraining?

Bereits Ende des 19. Jahrhunderts wurde in Amerika damit begonnen, Vibrationen zur Therapie verschiedener Krankheiten zu nutzen – darunter auch Parkinson und Diabetes. Die sogenannte Whole Body Vibration (WBV) wird heute allerdings nicht nur in der Medizin und Physiotherapie eingesetzt, sondern auch beim Sport und hat sich über die letzten Jahre zu einem echten Trend entwickelt.

Beim Vibrationstraining führt man Übungen auf einer Vibrationsplatte bzw. Rüttelplatte aus, die durch starke Bewegung Schwingungen auf den Körper überträgt. Dadurch wird ein Training auf der Platte intensiviert und spricht auch die sonst eher schwer zu aktivierende Tiefenmuskulatur an.

Bevor ihr aber direkt losrennt und euch eine Rüttelplatte kauft, solltet ihr euch klar machen, dass Vibrationstraining weit mehr ist als das bloße Rumstehen auf einer vibrierenden Platte. Nur durch die Schwingung an sich wird nämlich der Körper nicht automatisch zur Wunschfigur, sondern auch hier muss man sich ins Zeug legen und hart dafür arbeiten. Wie solche Übungen für das Vibrationstraining dann aussehen können, zeige ich euch später im Artikel.

Was bringt Vibrationstraining?

Das Vibrationstraining ist vielfältig einsetzbar und hat ebenso viele Effekte auf verschiedene Körperregionen. Unter anderem kann durch das gezielte Training mit Vibrationen

–   die Körperhaltung verbessert werden

–   der Muskelaufbau durch ausgelöste Dehnreflexe angeregt werden

–   den Verspannungen im Körper vorgebeugt werden

–   die Flexibilität und Beweglichkeit erhöht werden

Wie jedoch bereits erwähnt, reicht es nicht aus, sich tatenlos den Schwingungen der Rüttelplatte auszusetzen, sondern man muss aktiv durch Übungen MIT der Rüttelplatte den Körper trainieren. Die vibrierende Platte dient lediglich als Unterstützung und macht das Training selbst intensiver, sodass Effekte schneller in Kraft treten als bei herkömmlichen Übungen.

Auch die Frequenz der Schwingungen spielt hierbei eine entscheidende Rolle, ebenso wie die Dauer des Trainings. Normalerweise funktionieren die Platten mit einer Frequenz von 6-60 Hertz und werden im Training für die Dauer von 5-20 Minuten eingesetzt.

Verschiedene Menschen im Gym (Schwarz-wei)

Für wen ist das Training mit Vibration geeignet?

Die schwingende Rüttelplatte ist ein echter Allrounder und eignet sich für fast jede Alters- und Gewichtsgruppe, auch für Personen, die zum Teil körperlich eingeschränkt sind.

Junge Menschen profitieren besonders durch das Vibrationstraining, wenn sie das Maximum aus sich und ihrem Training herausholen wollen, indem sie sich der neuartigen Muskelstimulation aussetzen. Ältere Personen können die Rüttelplatte ebenfalls nutzen, um in ihrer Haltung und ihrem Gleichgewichtssinn gestärkt zu werden.

Studien dazu belegen, dass Patienten durch das Training mit Vibrationen ihr Gleichgewicht besser halten konnten und somit auch weniger anfällig für das Stürzen waren.

Auch im medizinischen und physiotherapeutischen Bereich kommt diese Art von Training zum Einsatz. Durch weniger starke Vibrationen und Schwingungen der Platte – auch Low Intensity Vibration (LIV) – konnte in einigen Tests sogar gezeigt werden, dass sich der Abbau von Knochen in Folge von Osteoporose oder Bettlägerigkeit deutlich reduzieren ließ.[1] [2]

Nicht geeignet für das Vibrationstraining sind Schwangere oder auch Personen, die künstliche Gelenke oder auch Herzschrittmacher haben. Ebenso sollten Menschen mit Epilepsie, Bluthochdruck oder starken Gleichgewichtsstörungen die Rüttelplatte nicht bzw. nur unter ärztlicher Aufsicht und in niedriger Frequenz nutzen.

Generell sollte der Gebrauch eines solchen Geräts auch bei vermeintlich geeigneten Personen vorher immer mit einem Arzt abgesprochen werden, um Schäden zu vermeiden.

Abnehmen mit Vibrationstraining

Abnehmen durch Vibrationstraining

Wahrscheinlich würden wir alle gerne aussehen , wie Supermodels , mit schönen definierten und trainierten Körpern, oder? Dass das aber nicht so leicht zu erreichen ist, wie man es gerne hätte, dürfte klar sein. 

Auf unserem Weg zur Wunschfigur kommt es deshalb vor, dass man oft ganz verschiedene, teils sogar kontraproduktive Techniken, Diäten und Trainings einsetzt, um dem Ganzen etwas näherzukommen.

Während diesem Prozess ist der ein oder andere von euch mit Sicherheit schon über das Vibrationstraining gestolpert, weshalb ich euch nun zeigen will, wie dieses Training euch effektiv bei der Gewichtsabnahme und Fettverbrennung unterstützen kann.

Eine Langzeitstudie hat gezeigt, dass sich das Training mit Vibrationen besonders gut beim Abnehmen macht, wenn parallel dazu ein tägliches Kaloriendefizit eingehalten wurde. Hier wurde auch festgestellt, dass das unterstützende Vibrationstraining effizienter ist als das klassische Fitnesstraining und diverser Diätmaßnahmen.[3]

Das Vibrationstraining ist also bestens dafür geeignet, wenn es um Gewichtsabnahme geht. Es unterstützt die Fettverbrennung bei diversen Übungen und sorgt in Kombination mit einer Diät dafür, dass die Pfunde nur so purzeln!

Übungen mit Vibrationstraining

Die Rüttelplatten kommen in vielen verschiedenen Varianten und Formen, teils mit einer Säule, teils ohne. Beide Modelle haben sowohl Vor- als auch Nachteile, jedoch lassen sich auf beiden eine Reihe von Übungen gleichermaßen gut durchführen. Bevor ihr mit dem Training beginnt, solltet ihr sicherstellen, dass die Vibrationsplatte sicher und fest steht.

Besonders beliebt und auch geeignet für Anfänger sind folgende Übungen:

  • Bauchpresse/Crunch
  • Ellbogenstütz/Plank
  • Kniebeuge/Squat
  • Liegestütz/Push-up

Um Verletzungen zu verhindern, solltet ihr stets auf eine korrekte Ausführung der Übungen im Training achten. Wenn ihr euch nicht sicher seid, ob ihr alles richtig macht, solltet ihr einen professionellen Trainer zur Hilfe nehmen, der euch gegebenenfalls korrigieren und Tipps geben kann.

Negative Effekte des Vibrationstrainings

Neben den ganzen positiven Effekten, die ich euch bisher präsentiert habe, gibt es natürlich auch Kritiker, die vom Vibrationstraining abraten. Grund dafür ist unter anderem, dass diese Geräte generell nicht für alle Personen geeignet sind. Außerdem sollen diverse Krankheitsbilder und Verletzungen durch das Training mit Schwingungen verstärkt werden.

Durch das ständige Auf und Ab, welchem der Körper ausgeliefert ist, geraten unter anderem auch das Hirn und andere wichtige Organe in Vibration, was laut einigen Forschern auch zu bleibenden Hirnverletzungen oder inneren Blutungen führen kann.

Deshalb auch hier noch einmal der Hinweis, dass ihr die Nutzung einer Vibrationsplatte stets vorher mit eurem Arzt absprechen und beim Training nicht übertreiben solltet!

Das richtige Equipment fürs Vibrationstraining

Um das Vibrationstraining durchführen zu können, wird natürlich eine Vibrationsplatte benötigt. Dabei gibt es eine breite Auswahl, die sich hauptsächlich dadurch unterscheiden, ob sie eine sogenannte Säule haben, an der man sich während des Trainings festhalten kann, oder eben nicht. Hat die Rüttelplatte eine solche Säule bietet sie sich automatisch für ein breiteres Spektrum an Übungen an, nimmt dafür allerdings auch deutlich mehr Platz in Anspruch als eine kompakte Platte ohne Säule.

Wenn ihr euch nun selbst eine Vibrationsplatte anschaffen wollt, empfehle ich euch, bei vergleich.org vorbeizuschauen. Dort habt ihr eine große Auswahl aktueller Modelle und könnt diese miteinander vergleichen, um genau das passende Produkt für euch und euren Geldbeutel zu finden!

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Ansonsten war’s das auch schon für heute von mir. Ich hoffe, dir hat dieser Artikel weiterhelfen können. Lass mich gerne in den Kommentaren wissen, wie du zum Thema Vibrationstraining stehst.

Quellen:

[1] Toosizadeh, N., Mohler, J., & Marlinski, V. (2018). Low intensity vibration of ankle muscles improves balance in elderly persons at high risk of falling. PloS one, 13(3), e0194720. https://doi.org/10.1371/journal.pone.0194720

[2] Hortobágyi, T., Lesinski, M., Fernandez-Del-Olmo, M., & Granacher, U. (2015). Small and inconsistent effects of whole body vibration on athletic performance: a systematic review and meta-analysis. European journal of applied physiology, 115(8), 1605–1625. https://doi.org/10.1007/s00421-015-3194-9

[3] S. Mohammad Alavinia, Maryam Omidvar & B. Catharine Craven (2021) Does whole body vibration therapy assist in reducing fat mass or treating obesity in healthy overweight and obese adults? A systematic review and meta-analyses, Disability and Rehabilitation, 43:14, 1935-1947, DOI: 10.1080/09638288.2019.1688871

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Über Jonas Zeschke | JonasErnährungsberater | Fitness-Coach | Foodblogger
Meine Mission: Gesunde Ernährung für jeden möglich zu machen.
Mein Motto: Gesund und lecker leben ist kinderleicht!
Schon mit 17 habe ich begonnen, mich intensiv mit dem Thema gesunde Ernährung auseinander zu setzten und was soll ich sagen? "Du bist, was du isst". Viel einfacher kann ich es eigentlich nicht zusammenfassen. Deshalb versuche ich, mit meinem Blog und meiner Fitness Rezepte App, gesunde Ernährung zu vereinfachen, um jedem ein besseres Leben möglich zu machen!
Mit den besten Grüßen,
Jonas Zeschke

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